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Röntgenstereometrische Analyse (RSA)

Die röntgenstereometrische Analyse (Roentgen Stereophotogrammetric Analysis, RSA) ist der Gold-Standard zur in vivo Beurteilung der Verankerung eines medizinischen Implantats in dem umgebenden Knochen. Hauptvorteile gegenüber der aufwändigen (konventionellen) klinischen Einzel-Bild-Röntgen-Analyse (EBRA) sind die hohe Auflösung der Relativbewegung (Migration) zwischen Implantat und Knochen im Bereich weniger Zehntel-Millimeter und die Verkürzung des Untersuchungszeitraumes (Follow-Up) von ca. 10 Jahren auf nur noch 2 Jahre. Intraoperativ werden dem Patienten vor Einsetzen des Implantates zusätzlich Tantalkügelchen mit einem Durchmesser von 1 mm in den Knochen gesetzt (Knochenmarker), die über den Untersuchungszeitraum als Referenz für den Knochen gelten. Das im Labor für Biomechanik und Implantatforschung eingesetzte Model-based RSA-Verfahren stellt dabei einen Ansatz dar, bei dem die Migration der Implantate relativ zu den Knochenmarkern mithilfe dreidimensionaler Oberflächenmodelle berechnet wird.





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