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Ionenanalytik

Die Ionenanalyse hat sich als wichtige Methode zur Bestimmung von Spurenelementen in unterschiedlichen Proben (Blut, Serum, Urin, Gewebe) etabliert und sie kann auch zur Verschleißbestimmung bei Simulatorstudien verwendet werden. Um die Elementenanalyse mittels hr-ICPMS bei Simulatorstudien anzuwenden, muss die gesamte Simulation allerdings unter hochreinen Bedingungen stattfinden. Dazu werden alle Komponenten, die mit den Implantaten in Berührung kommen, unter Reinraumbedingungen mehrfach mit reinster Salpetersäure und anschließend mehrfach mit Reinstwasser gespült. Das Untersuchungsmedium (z.B. Serum aus dem Simulator) wird anschließend mit Reinstsalpetersäure und Wasserstoffperoxid in Teflongefäßen unter Reinraumbedingungen in einem Mikrowellen-Hochdruckautoklaven aufgeschlossen. Die mit Reinstwasser verdünnten Lösungen werden mit einem hr-ICPMS, das unter Reinraumbedingungen betrieben wird, auf ihre Elemente (z.B. Co, Cr, Mo, Ti, Al, V, Zr, Sr, Y, Mn, Fe, Cu, Zn) untersucht.



Die hohe Nachweisstärke des hr-ICPMS-Geräts erlaubt die Bestimmung der Elemente im Ultraspurenberich (Nachweisgrenze von Cr: 0,005g/l). Für die Qualitätssicherung des Analyseverfahrens werden zertifizierte Referenzmaterialien eingesetzt. Aufgrund des methodischen Aufwands wird die Ionenanalyse mittels hr-ICPMS derzeit nicht regulär für die klinische Routine angeboten, sondern im Rahmen von Forschungsprojekten angewandt.

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